Design Driven Companies zeigen sich seit Jahrzehnten profitabler und resilienter als Unternehmen, die Design nicht als strategisches Asset nutzen, sei es bei der Produkt- oder Serviceentwicklung, für Kommunikation und Marketing oder bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Die Frage, was Design genau ist, was es umfasst, wie es funktioniert und wie sich hervorragendes von durchschnittlichem Design unterscheidet, bleibt meist unscharf. Die Wechselwirkung von Design, Strategie und Innovation potenziert die Komplexität. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird Design Management zur wachsenden Herausforderung für alle Unternehmen. Das Wesen von Design ist Kommunikation. Kommunikation ist bekanntlich nicht, was gesagt, sondern was verstanden wird. Es gibt zahlreiche Untersuchungen darüber, was Kommunikation erfüllen muss, damit sie wirkt. Was dabei gerne übersehen wird, ist, dass visuelle Kommunikation nicht auf den Gesetzen der Logik basiert, sondern auf denen der Gestalt.
Dabei entsteht in unserer Wahrnehmung etwas gänzlich Neues, etwas, was über die Summe seiner Einzelteile hinausgeht. Was genau wahrgenommen wird, in welchem Kontext, Zusammenspiel, emotionalen Zustand, wie es interpretiert und mit welcher Bedeutung es assoziiert wird, läuft weitgehend unterbewusst und automatisiert ab.
Das, was entsteht, ist neben dem Bild einer Marke auch ein Gefühlskomplex, der alle Eindrücke verdichtet und fortlaufend dynamisch bleibt. Allen Messungen und Analytics-Methoden zum Trotz, dieses Bauchgefühl lässt sich nicht in „Data“ ausdrücken – aber er lässt sich gestalten.